Was ist Haarausfall?

Die Kahlköpfigkeit, auch bekannt als Alopezie (der Begriff wurde zum erstem Mal von dem columbianischen Dermatologen John Jairo Yepez [1864-1938] verwendet), ist Folge des frühzeitigen Verlust der Haare. Die Wachstumsphase der Haare verkürzt sich so stark, dass mehr Haare verloren werden, als nachwachsen. Meist ist die Kopfhaut betroffen, aber auch andere behaarte Körperstellen können davon befallen werden. Heutzutage werden 25% der hautärztlichen Sprechstundentermine wegen Haarausfallproblemen aufgesucht. Der Haarausfall hat aufgehört ein vornehmlich männliches Problem zu sein. Die weibliche Alopezie hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Ein kleiner Teil der 20-30 jährigen Frauen und etwa 30% der 40 bis 60 järigen leiden unter Haarausfall-Problemen.

Mit zunehmendem Alter verlieren sowohl Männer, als auch Frauen an Haardichte. Der männliche Haarausfall verläuft in der Regel nach einem typischen Muster, da der Haarausfall bei Männern oft in Zusammenhang mit dem männlichen Sexualhormon Testosteron steht. Der Haarausfall bei Frauen folgt keinem typischen Verlauf. Der Prozess der zur Kahlköpfigkeit führt verläuft stufenweise und beschränkt sich auf den Verlust des Kopfhaars.

Vom vererbten Haarausfall sind ca. 25% aller Männer unter 30 Jahren betroffen. Unter den unter 60-jährigen sind es rund 50%. Schätzungsweise 94 bis 95% aller weißen postpupertären Männer neigen zu Geheimratsecken und fast 50% ist dazu veranlagt, an der Stirn und den Schläfen Haar zu verlieren, wenn nicht dagegen vorgegangen wird. Andere Volksgruppen (Afroamerikaner oder Asiaten) neigen weniger zu Haarausfall.

Ein Erwachsener verfügt über rund 100.000 Kopfhaare. Diese haben verschiedene Wachstumszyklen. In der ersten Phase (Anagenphase), die 2 bis 6 Jahre andauert, wächst das Haar zwischen 1-2 cm im Monat. Anschließend folgt eine Ruhephase (Katagenphase) von etwa 3 Wochen. Nach der letzten Phase (Telogenphase), die ca. 3-4 Monate dauert, fällt das Haar unmerklich aus (Es fallen ca. 80-100 Haare täglich aus.) Nach ca. 6 Monaten fängt an der gleichen Stelle neues Haar an zu wachsen. Bei Menschen, die vom Haarausfall betroffen sind, findet dieses neue Wachstum nur eingeschränkt oder gar nicht statt. In der Regel befinden sich mehr Haare in der Wachtumsphase, als in anderen Stadien. Rund 85% der Haare sind normalerweise in der Wachstumsphase, die restlichen 15% nicht. Der Verlust von ca. 100 Haaren täglich ist normal.

Haarwachstum

Die Ursachen für den Haarausfall sind vielfältig. Unter diesen befinden sich unter anderem: emotionale Gründe (Aufregung, Stress), Infektionen (vor allem in Verbindung mit hohem Fieber), Fehlernährung (einschließlich strikter Diäten, Anämien, etc.), Hormone (Schilddrüsenstörungen), übertriebene Anwendung von Kosmetika und Chemika, Schwangerschaft und weitere weniger häufige Ursachen.

Nicht immer stimmt der Zeitpunkt des Einsetzens des Haarausfalls direkt mit der Ursache überein. In einigen Fällen wie z.B. nach Schwangerschaften, hohem Fieber, Diäten etc. setzt der Haarausfall verspätet nach etwa 3 bis 6 Monaten ein.

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